... zur längsten, "heissesten" Nacht des Jahres vom 23. auf den 24. Juni (Johannisnacht)
Diese Nacht ist im Kalender der Insulaner rot angestrichen - denn die heisseste Nacht des Jahres, die Nit de Sant Joan (Johannisnacht auch Sommersonnenwende) wird in allen Gemeinden der Insel "heftigst" gefeiert.
Bei Einbruch der Dunkelheit zieht es die Einheimischen mit Freunden, Bekannten und "Sack & Pack" an die Strände zum baden, essen, trinken und feiern. Um Mitternacht werden die Johannisfeuer entzündet, über die dann besonders mutige Jugendliche springen.
Für die Liebhaber süsser Leckerein gibt es in dieser Nacht eine ganz besondere und traditionelle Speise, die beliebten Macarrons de Sant Joan ... aber auch vor und nach den Tagen der Nit de Sant Joan schmecken die Macarrons einfach köstlich.
Mit den eleganten französischen Macarons haben die traditionellen ibizenkischen Macarrons (mit zwei "r") rein gar nichts gemein - und hübsch sind sie ja auch nicht gerade - ABER suuuuper lecker und - sie schmecken nicht nur in der Johannis-Nacht.
Nach diesem überlieferten Rezept bereiteten die ibizenkischen Hausfrauen früher eine einfache und preiswerte "kalte" Süss-Speise zum Patronatsfest von Sant Joan zu. Aber auch heute noch sind die traditionellen "Macarrons de Sant Joan" bei kleinen und grossen Leckermäulchen beliebt.
Man nehme für 4 Personen:
* 250 g Macarrons *)
* 3 Tassen Wasser oder Milch
* einige Tropfen Olivenöl
* Salz
* 1 Zitronen-Schale
* 400 g Zucker
* 1 Zimt-Stange
... na ja, so "hübsch" sehen sie gerade nicht aus dafür schmecken sie aber umsooooo besser !!!
Foto: Ibiza.travel
Die Flüssigkeit mit der Zitronen-Schale, Olivenöl, Zimt-Stange, Salz und Zucker zum Kochen bringen. Darin werden dann die Macarrons weich gekocht - danach richtig durchkühlen und kalt geniessen. Nach Geschmack nochmal mit Zucker bestreuen.
An heissen Juni-Tagen sind die Macarrons die ideale kleine kalte Mahlzeit oder ein perfektes Dessert, um ein sommerliches Essen abzurunden. Sie stehen in einigen Restaurants auf der Speisenkarte, vor allem in denen, die die Auszeichnung "Sabors de Ibiza" (Geschmack der Insel) tragen und die lokale Produkte in ihrer Küche verwenden.
Die Einheimischen debattieren besonders gerne über das Thema "Essen und Trinken" und darüber, welchen Ursprung die wohl Pasta hat. So wird darüber diskutiert, das Marco Polo dieses Rezept von seinen Reisen aus dem Fernen Osten mitgebracht und es dann Einzug in die europäischen Küchen gehalten hat. Unstrittig ist, das die "Macarrons de Sant Joan" ibizenkisch sind. Die beliebte Süss-Speise wird trotz ihres Namens nicht mit Makkaroni - den italienischen Penne - zubereitet, sondern mit kurzen Mafalde oder krausen Burballa-Nudeln.
Mafalde
Burballa
Übrigens, die "Macarrons de Sant Joan" schmecken eigentlich immer - eben typisch Ibiza !!!
Handmade in Ibiza OHNE KI -
aber mit Herz & Hirn.
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Ibiza im April 2025