Wie kamen die Mandeln eigentlich nach Ibiza ?



Die Araber haben die Mandeln nach Spanien und auf die Balearen gebracht. Sie waren zu ihrer Zeit schon Experten in der Herstellung süsser Desserts. Sowohl die spanische Spezialität "Turron" als auch die "Frutti de Marturana" aus Sizilien sind arabischen Ursprungs.

 

Ca. 30.000 Tonnen Mandeln werden im August, September und Oktober auf dem spanischen Festland und den Balearen geerntet und ein Grossteil davon exportiert.

Die Ibiza-Mandeln haben heute für die hiesigen Bauern kaum noch eine Bedeutung. Zu hoch die Löhne der Erntehelfer, zu niedrig die Erträge. Heute ist Kalifornien mit 60 Prozent der Welt-Ernte Hauptproduzent.

 

Auf der Insel isst man die Mandeln gerne geröstet, gesalzen (z.B. zu einem trockenen Sherry als typischer Aperitivo) oder auch mit einer Zuckerschicht fein überzogen.

 

Mandeln werden traditionell für die Herstellung von Marzipan und Gebäck verwendet. Daneben können Fisch- und Fleischgerichte sowie Saucen besonders lecker mit Mandeln zubereitet werden ...

z.B. ein ibizenkisches Rezept ist besonders lecker: das "Huhn mit Mandeln" (Pollo en pepetoria) !!!

 

Nahrhaft -

> Während Mandeln heute meist als Appetit-Anreger oder Nascherei auf den Tisch kommen, waren sie für

   die ländliche Bevölkerung Ibizas lange Zeit eine wichtige Protein-Quelle.

> Sie enthalten bis zu 54 Prozent Fett und werden deshalb ranzig, wenn man sie zu lange liegen lässt.

   Man sollte sie immer gut verschlossen, dunkel und kühl lagern.

 

Geschmack -

>  Mandeln werden heute im Handel als sogenannte "Krachmandeln" mit poröser Schale oder als "geknackte"

    ganze Kerne angeboten.

>  Mandeln mit brauner Haut schmecken kräftiger - gehäutete sind milder im Aroma.

>  Die geschälten Kerne gibt es im Handel, gestiftet, blättrig geschnitten oder gemahlen.

>  Gehäutete und zerkleinerte Mandeln sollten nicht länger als vier Wochen aufgehoben werden.

 

Kosmetik -

>  Süsses Mandel-öl kommt in der Kosmetik-Industrie zum Einsatz.

>  Bittermandel-Öl wird ebenfalls in der Kosmetik-Industrie verwendet wie auch in der Heikmittel-Industrie.